Besonderes auf Sylt

Wo fängt man an, wo hört man auf – Sylt hat viel zu bieten, was Sie sich bei einem Urlaub oder Besuch nicht entgehen lassen sollten. So wie Ebbe und Flut immer in Bewegung sind und die Nordsee mit Wattenmeer den Takt angibt, so ist auch das Leben auf Sylt in Bewegung. Von sportlichen Profiwettkämpfen über Wellnessangebote und Sehenswürdigkeiten bis hin zu spannenden Ausflügen und Wanderungen hält die Insel für seine Gäste immer eine Überraschung bereit. Langweilig? Das wird es hier auf der Insel, von List bis Hörnum, garantiert nicht.

Ein voller Veranstaltungskalender lockt nach Sylt

Hier jagt eine Veranstaltung die nächste. Dabei steht nicht jede im Zeichen der Nordsee. Von klassischen Konzerten über Literatursommer, Poloturniere und Strandpartys bis hin zu kulinarischen Entdeckungsreisen oder dem internationalen Sportwettkampf, von der beschaulichen Ruhe ist auf Sylt nicht viel zu spüren. Sollten Sie Lust auf gute Laune haben, sind Sie auf Sylt genau richtig. Los ist zu jeder Jahreszeit was und Sie sind gut beraten, wenn Sie sich schon früh um Tickets kümmern.

Sehenswürdigkeiten gibt es auch auf Sylt

Zu den absoluten Highlights gehört hier das 2004 eröffnete Sylt-Aquarium in Westerland. In 25 Becken mit Salzwasser können Sie über 2000 Fische bestaunen. Sie schreiten durch einen gläsernen Tunnel mitten durch eine einzigartige Unterwasserwelt.

Ein Erlebnis ist auch der Tierpark Tinnum, in dem Sie viel über die heimische Tier- un d Pflanzenwelt erfahren und das Erlebniszentrum Naturgewalten in List, das 2009 eröffnet wurde. Hier erzählen viele Ausstellungen und Veranstaltungen über das Leben an und mit der Nordsee. Anfassen und mitmachen ist hier ausdrücklich erwünscht.

Zu den schönsten Sehenswürdigkeiten zählen hier aber die Friesenhäuser. Fast alle heute noch erhaltenen Friesenhäuser stehen unter Denkmalschutz. Trotzdem wurden viele Häuser verändert und aus den ehemaligen Stallteilen Wohnräume gemacht. In Kampen werden aktuell viele neue Friesenhäuser gebaut. In Keitum finden Sie aber das Altfriesische Museum, welches die ursprüngliche Nutzung der Häuser zeigt.

Wenn Sie schon auf Sylt sind, dürfen Sie natürlich auf gar keinen Fall das größte Hügelgrab Nord-Westeuropas verpassen. Das Grab trägt den Namen einer Jungsteinzeitlichen Periode, der Denghoog-Stufe. Bis heute ist man sich nicht darüber im Klaren, wie das mächtige Grab vor 5000 Jahren entstehen konnte. Beim Bau wurden bis zu 18 Tonnen schwere Findlinge genutzt.

In Westerland gibt es einen Friedhof der Heimatlosen. Hier wurden Tote begraben, deren Namen man nicht kannte und die nach schweren Stürmen und Schiffsunglücken angespült wurden. Das hölzerne Kreuz trägt nur den Ort und das Datum des Fundes.

Natürlich hat Sylt auch zahlreiche Kirchen und Museen, die Sie bei einem Besuch auf Sylt aufsuchen sollten. Jedes erzählt seine Geschichte oder von der Geschichte der Insel. Fast jedes Museum und jede Kirche hat etwas ganz Besonderes zu bieten und wartet nur darauf, von Ihnen erkundet zu werden.

Sehr interessant ist auch die Tinnumburg. Allerdings hat die Sylter Burg nichts mit dem gemein, was Sie unter einer Burg verstehen. Einst war die Tinnumburg eine von drei Burgen. Die Rantum-Burg und die Archsum-Burg wurden aber bereits unter Dünen begraben. Die Tinnumburg ist ein Ringwall von acht Meter Höhe und einem Durchmesser von 120 Metern. Über 2000 Jahren soll sie alt sein.

Zu den außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten gehört wohl der Hindenburgdamm, denn Sylt können Sie schon lange nicht mehr nur per Schiff erreichen. Seit 1927 verbindet der Damm die Insel mit dem Festland. Der Damm ist nur für die Eisenbahn. Die Anfahrt per Auto ist trotzdem möglich, denn mit dem Autozug können Sie Ihr Fahrzeug mitnehmen.

Und wenn es doch mal nur Entspannung sein soll, gibt es zahllose Strände zum genießen, Ziele wie das Rantumbecken oder den Leuchtturm in Kampen, die zu einem entspannten Spaziergang einladen. Auch der Ellenborgen, das nördlichste Stück Deutschlands, ist einen mit seinen schönen Stränden und der aussergewöhnlichen Aussicht, immer einen Besuch wert.

Alte Bräuche erzählen vom Leben auf Sylt

Auf keinen Fall sollten Sie die alten Bräuche auf Sylt verpassen. So zum Beispiel das Biikebrennen, bei dem an vielen Orten der Insel große Feuer entfacht werden. Der alte Brauch geht bis in die Zeit vor Christus zurück. Später wurden die Feuer auch zur Verabschiedung der Kapitäne und deren Besatzung gemacht, die im Frühling ins Meer zogen, um auf Walfang zu gehen.

Auch der Brauch des Rummelpottlaufens wurden wieder zum Leben erweckt. Am Silvesterabend ziehen Kinder und Erwachsene mit Masken verkleidet durch den Ort und singen derbe Lieder oder tragen Gedichte vor, in denen es um Ereignisse des Ortes geht. Der Spuk endet erst um Mitternacht. Übrigens gibt es auch Silvester auf Sylt kein Böllern oder Raketenschießen, denn sowohl Dächer der Reethäuser als auch die trockenen Heideflächen sind brandgefährdet.

Auch die Natur hat Sehenswürdigkeiten

Sieben Kilometer zieht sich der idyllische Wanderweg „das grüne Vergessen“ zwischen Keitum und Kampen. Max Frisch gab dem Weg seinen Namen. Der Kliffweg führt mitten durch die Sylter Natur und ist der schönste Wanderweg der Insel. Ein Erlebnis ist auch das Rote Kliff. Es gehört zu den schönsten und faszinierendsten Steilküsten der Nordseeküste. Das beeindruckende Kliff solle bereits vor über 120.000 Jahren entstanden sein und befindet sich auf der Westseite der Insel. Viele Jahre diente es den Seefahrern als Orientierung, denn es ist schon immer ein unverkennbares Markenzeichen von Sylt.

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